Veranstaltung:
Menschheit ohne Menschlichkeit
Eine Abendveranstaltung mit der Weidigschule

Wann: Donnerstag, 09.03.2023 | 18-19:30 Uhr | Dauer: 1,5 Stunden
Wo: Museum der Stadt Butzbach (Industriehalle) | Färbgasse 16
Wer: Andrea Schreiber-Guth, Ulrike von Vormann, Bodo Heil, Dr. Maya Großmann, Michael Freiberg

Veranstaltungsdetails:

Die Abendveranstaltung hat drei Teile: 1.) Zeitzeugenfilm mit Anneliese Funk: Sie erzählt über den Bombenangriff auf Butzbach am 26. November 1944. 2.) Schülerinnen und Schüler der Weidig-Schule lesen eigene Beiträge, die sie für die zentrale Gedenkfeier des Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsorge in der Frankfurter Paulskirche verfasst haben. 3.) Vortrag Ulrike von Vormann: „Nie wieder Krieg!!“ mit Erinnerungen einer Zeitzeugin an die Nachkriegsjahre.

Teilnahmegebühr: keine

Anmeldung erforderlich: nein

Veranstalter: Stadt Butzbach

Foto: free-pik.com

Die Weidig-Schülerinnen und -Schüler bei einer Gedenkveranstaltung in der Frankfurter Paulskirche (2022); Foto: Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Die Fähigkeit, sich der Vergangenheit bewusst zu sein und eine Erinnerungskultur zu pflegen bildet eine zentrale Fähigkeit des Menschseins. Auch in Butzbach wird die Erinnerung an die Geschehnisse der Weltkriege aufrechterhalten, unter anderem mit Zeitzeugeninterviews, die in der Dauerausstellung des Museums zu sehen sind. Der bewegende Zeitzeugenfilm von Anneliese Funk leitet den Abend ein. Sie erinnert sich an den Bombenangriff am 26. November 1944 auf Butzbach, bei dem sie selbst Angehörige verlor.

Erinnern ist nicht nur ein Anliegen der Zeitzeugen- sondern auch der jetzigen Schülergeneration. Die Weidig-Schule betreibt eine langjährige Kooperation mit dem Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge. An dessen zentraler Gedenkveranstaltung in der Frankfurter Paulskirche im November letzten Jahres konnten Schülerinnen und Schüler mitwirken und verfassten eigene Beiträge zum Thema, die durch den Ukrainekrieg erschreckend aktuellen Bezug bekamen. Diese Texte werden bei der Veranstaltung zu hören sein.

Im daran anschließenden Vortrag „Nie wieder Krieg“ von Ulla von Vormann erinnert diese, selbst Jahrgang 1947, an die „Normalitäten“ der Nachkriegsgeneration, zu welchen Bombentrichter in der Nachbarschaft und traumatisierte Erwachsene und ältere Kinder gehörten. Spätheimkehrer und noch sehr lebendige Erzählungen in der Familie ließen U. v. Vormann mit dem ständigen Satz „Nie wieder Krieg“ groß werden.